Auf der griechischen Insel Lesbos soll nach Angaben der SOS-Kinderdörfer weltweit nun auch noch das einzige Flüchtlingslager geschlossen werden, in dem Asylbewerber bislang fair und menschlich behandelt werden. George Protopapas, Leiter der Hilfsorganisation in Griechenland, sagt: „In dem Lager sind etwa 950 Menschen untergebracht, darunter besonders viele Familien. Die hygienischen Bedingungen und die Versorgung hier sind gut, die Menschen fühlen sich sicher. Dass es Ende des Jahres aufgelöst werden soll, wie der griechische Migrationsminister am Dienstag erklärte, ist für uns völlig unverständlich.“
Die SOS-Kinderdörfer leisten seit Jahren psychosoziale Hilfe in jenem Lager, das nun geschlossen werden soll, und unterstützen Kinder mit Bildungsangeboten. Die Hilfsorganisation steht bereit, auch in dem neuen Zeltlager zu helfen. (Foto nur zur Verwendung im Kontext der SOS-Kinderdörfer weltweit) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Alea Horst“

 

 

Athen (ots) – Auf der griechischen Insel Lesbos soll nach Angaben der SOS-Kinderdörfer weltweit nun auch noch das einzige Flüchtlingslager geschlossen werden, in dem Asylbewerber bislang fair und menschlich behandelt werden. George Protopapas, Leiter der Hilfsorganisation in Griechenland, sagt: „In dem Lager sind etwa 950 Menschen untergebracht, darunter besonders viele Familien. Die hygienischen Bedingungen und die Versorgung hier sind gut, die Menschen fühlen sich sicher. Dass es Ende des Jahres aufgelöst werden soll, wie der griechische Migrationsminister am Dienstag erklärte, ist für uns völlig unverständlich.“

Das Lager befindet sich auf dem ehemaligen Schießübungsplatz Kara Tepe. Unweit davon steht das neue, eilig errichtete Zeltlager, dass die mehr als 12.000 Menschen aufnehmen soll, die nach dem Brand des Lagers Moria obdachlos geworden sind. Bereits 9.000 Menschen seien hier eingezogen. Die SOS-Kinderdörfer sehen dies mit großer Sorge. George Protopapas sagt: „Das neue Lager ist ein absolutes Provisorium und anfangs hieß es, es sei nur als Übergangslösung gedacht. Aber mittlerweile erreichen uns Gerüchte, nach denen es für fünf Jahre geplant sei.“ In der Vergangenheit habe die Regierung ihre Entscheidungen in solchen Fragen immer wieder revidiert.

Schon jetzt seien die Zelte – wie bereits zuvor in Moria – völlig überbelegt. Direkt am Meer gelegen, biete das Lager weder Schatten, noch Schutz vor Wind und Feuchtigkeit. Sobald der Winter kommt, drohe eine Katastrophe. Protopapas sagt: „Das ist ein Verbrechen! Die Hälfte der Bewohner sind Kinder, darunter auch viele Kleinkinder und Säuglinge. Sie befinden sich in einem furchtbaren Zustand, ein Großteil ist traumatisiert und verängstigt. Aktuell werden sie völlig allein gelassen. Sie brauchen dringend Unterstützung!“ Jeder Mensch in Not habe ein Anrecht darauf, humanitär behandelt zu werden.

Die SOS-Kinderdörfer leisten seit Jahren psychosoziale Hilfe in jenem Lager, das nun geschlossen werden soll, und unterstützen Kinder mit Bildungsangeboten. Die Hilfsorganisation steht bereit, auch in dem neuen Zeltlager zu helfen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
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