Dr. Michael Zobel, Vorsitzender PlasticsEurope Deutschland / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/57333 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

 

 

Frankfurt am Main (ots) – Der Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope Deutschland hat bei seinem jährlichen Wirtschaftspressegespräch die jüngsten Erwartungen der Branche bestätigt: Die Kunststoffproduktion in Deutschland ging im Jahr 2020 – in Anbetracht der Pandemie – um 1,6 Prozent zurück. Um auch weiterhin resilient und wettbewerbsfähig zu bleiben, will die Kunststoffbranche zum Treiber von nachhaltiger Produktion und Kreislaufwirtschaft werden, so das generelle Fazit der Veranstaltung.

Laut PlasticsEurope Deutschland Hauptgeschäftsführer Ingemar Bühler gebe es demnach gute Gründe, optimistisch auf die Zeit nach der Pandemie zu schauen, allerdings dürfe man nicht allein auf eine wiedererstarkende Wirtschaft setzen. So forderte Bühler beim virtuellen Austausch mit den Journalisten, „global zu einem Vorreiter für effizienteres, ressourcenschonenderes Wirtschaften zu werden. Innovative Recyclingtechnologien, Produktion mit nachwachsenden Rohstoffen und besser recycelbare Produkte sorgen für mehr Umwelt- und Klimaschutz und sichern gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit unserer Branche“.

Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender PlasticsEurope Deutschland spannte den Bogen ins Hier und Jetzt und erläuterte die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen: Der Umsatz der Branche ging 2020 aufgrund des Preisdrucks während der Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent zurück, die Exporte sanken leicht um 0,8 Prozent und die Importe verringerten sich deutlich um über 7 Prozent.

Die verschlechterte Versorgungslage am deutschen Markt, die gerade zu beobachten ist, zeichnete sich also bereits 2020 ab. Derzeit führe sie laut Dr. Zobel zu einer erhöhten Zahl von Force Majeure Meldungen: „Deutschland ist bei einer Vollauslastung der Kapazitäten ohnehin auf Importe angewiesen. Erschwerend kamen zuletzt die Auswirkungen der Pandemie wie verzögerte Wartungen oder wiederholte Produktionsstopps hinzu. Zudem bleiben Importe aus den USA oder China aus, da in beiden Ländern die Nachfrage das Angebot übersteigt“. Ein Ende der Engpässe sei daher vorerst noch nicht zu erwarten, so der Vorsitzende.

Insgesamt bewertete Dr. Zobel die Perspektiven aber positiv und sah „gute Gründe für Optimismus. Die Impfkampagne in Deutschland schreitet voran, der asiatische Markt ist vergleichsweise robust und das trifft auf die Wirtschaft in den USA ebenfalls zu“.

Ingemar Bühler schloss das Pressegespräch mit einigen Worten zu wichtigen Weichenstellungen für die Kunststoffbranche ab. Die Kunststofferzeuger seien künftig auf mehr Rückenwind aus Politik und Gesellschaft angewiesen: „Bezahlbare Energie, Offenheit für Innovationen und fortschrittliche Technologien sowie zügigere und rechtssichere Genehmigungen für die neuen Anlagen der Kreislaufwirtschaft – all das braucht es, damit wir im globalen Wettbewerb um die Zukunft der Industrie bestehen“, so Bühler. Dann werde die Kunststoffbranche „weltweit führend bei nachhaltigen und innovativen Produkten und Prozessen sein – und einen wichtigen Beitrag für Wohlstand, Lebensqualität und Arbeitsplätze leisten“.

Pressekontakt:

PlasticsEurope Deutschland e. V.
Sven Weihe
Telefon: +49 (0) 69 2556-1307
sven.weihe@plasticseurope.org
www.plasticseurope.de

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