Bei den Schnippeldiskos von Slow Food fordern Verbraucher*innen eine Ernährungswende. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/59155 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Slow Food Deutschland e.V./Isabel Lindemann“

 

 

Berlin (ots) – Bereit zum 10. Mal nutzen engagierte Verbraucher*innen die Schnippeldisko im Januar, um sich für die Wertschätzung von Lebensmitteln und deren Erzeuger*innen auszusprechen. Normalerweise verarbeiteten sie dafür in Berlin gemeinsam mehrere Tonnen krummes Gemüse bei Musik, Tanz und Debatten zu einer Suppe für die ‚Wir haben es satt‘-Demonstration. Aufgrund der Corona-Maßnahmen findet die kulinarische Protestaktion 2021 virtuell statt. Slow Food ruft Menschen bundesweit auf, sich an der Schnippeldisko am 15. Januar zu beteiligen. Denn die Forderung nach einem Systemwandel in der Agrarpolitik darf auch jetzt nicht verstummen.

Rund ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel erreichen nicht unsere Teller. Damit ist Lebensmittelverschwendung ein anhaltend schwerwiegendes wirtschaftliches, ökologisches, klimarelevantes und moralisches Problem. Aus Sicht von Slow Food ist sie Ausdruck eines fehlgesteuerten Ernährungssystems. Mit der Forderung eines Systemwandels ziehen zur ‚Wir haben es satt‘-Demo im Januar jährlich mehrere Zehntausend Menschen durch Berlins Straßen. Wegen der Pandemie kann diese 2021 nicht wie gewohnt stattfinden. Für die Bündnispartner ist das kein Grund, dass ihr Protest verstummt. Dazu Nina Wolff, amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Wenn es um den Erhalt und die Wiederherstellung eines ‚gesunden‘ Lebens auf diesem Planeten geht, haben wir keine Zeit zu verlieren. Deswegen fordern wir von unseren politischen Entscheidungsträger*innen, wissenschaftlichen Empfehlungen für den Schutz von Mensch, Tier, Umwelt und Klima zu folgen. Glaubhaft und konsequent wäre es etwa auf EU-Ebene, die Farm-to-Fork- und Biodiversitätsstrategie ambitioniert umzusetzen.“

Zu Eindämmung der Lebensmittelverschwendung fordert Slow Food eine Abkehr von der auf Menge, Billigpreise und makelloses Aussehen ausgerichteten ‚Wertschöpfung‘; gesetzlich verankerte Vorgaben insbesondere für die Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Handel, die über Anreize für freiwillige Maßnahmen hinausgeht, müssen Vorbild für privates Verhalten sein.

Am Freitag (15.1.) sind Menschen ab 18 Uhr eingeladen, in ihrer eigenen Küche eine Schnippeldisko zu initiieren. Online können sie an einem vielfältigen Rahmenprogramm teilnehmen, sich austauschen und trotz der Kontaktbeschränkungen das Gemeinsame und Verbindende genießen. Mit dabei sind (inter)nationale Gäste, die sich für ein faires Ernährungssystems einsetzen. Die DJs Annett Gapstream und Maltesar unterstützen mit Musik das neu gewonnene Wissen zu verdauen. Die Teilnehmenden haben die Wahl zwischen Workshops zu Landwirtschaft, Klima und Vielfalt. Mit der Schnippeldisko 2021 beteiligt sich Slow Food Youth (SFY) an der Kampagne ‚Our Food Our Future‘, die junge Menschen zu politischem Engagement für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem ermutigen möchte.

Workshops (https://www.slowfood.de/termine/termine_ueberregional/10-schnippeldisko-topf-tanz-talk-digital-auf-youtube“)

Our Food Our Future (https://www.slowfood.de/was-wir-tun/aktionen-und-kampagnen/ourfoodourfuture“)

Slow Food (http://www.slowfood.de“)

Pressekontakt:

Sarah Niehaus, Sebastian Strehlau. Tel: (0 30) 2 00 04 75-13, E-Mail: presse@slowfood.de

Original-Content von: Slow Food Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

 

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