Jörg Münning, Vorstandsvorsitzender der LBS West / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/56890 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

 

 

Münster (ots) – Nie war es so günstig, sein Eigenheim am Kapitalmarkt zu finanzieren. Die historisch niedrigen Zinsen lassen bei immer mehr Menschen Träume von den eigenen vier Wänden reifen. „Studien zeigen jedoch, dass 68 % der Immobilieninteressenten am fehlenden Eigenkapital scheitern“, sagt Jörg Münning, Chef der LBS West. Nach dem Wegfall der Zinsen sei eine funktionierende Wohneigentums-Förderung deshalb wichtiger denn je. „Die staatliche Förderung muss der neue Zins sein“, so Münning.

Im vergangenen Jahr flossen gut 298 Mio. Euro an vermögenswirksamen Leistungen, Wohn-Riester-Förderung, Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie auf die Kundenkonten bei der LBS West. Die Bausparer sparten damit für ihr Wohneigentum vor oder tilgten bereits bestehende Immobilienkredite. Der Löwenanteil entfiel dabei mit über 220 Mio. Euro auf die vermögenswirksamen Leistungen, die die Unternehmen und Betriebe ihren Mitarbeitenden zweckgebunden für deren Zukunftsvorsorge auszahlten. Die staatlichen Leistungen splitteten sich 2020 mit 58 Mio. Euro für die Wohn-Riester-Förderung, 7 Mio. Euro für die Arbeitnehmersparzulage und 13 Mio. Euro für die Wohnungsbauprämie auf.

Bausparer bilden schneller Eigenkapital

„Alle staatlichen Wohneigentums-Förderungen sind im Unterschied zu den vermögenswirksamen Leistungen an viele Eigenleistungen unserer Bausparerinnen und Bausparer gekoppelt“, erklärt Münning. So zahlt der Staat bei der Wohnungsbauprämie 10 % Prämie auf die eigene Sparleistung von maximal 700 Euro im Jahr für Alleinstehende und 1.400 Euro für Verheiratete / Verpartnerte dazu. Beim Wohn-Riester müssen 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens – maximal 2.100 Euro abzüglich der gewährten Grund- und Kinder-Zulagen – von den Bausparern selbst eingebracht werden. „Unsere Kundinnen und Kunden bilden dabei im Vergleich mit Nicht-Bausparern nicht nur schneller Eigenkapital – sie sparen mehr und regelmäßiger“, sagt Münning.

Wohnungsbauprämie erreicht wieder mehr Bürger

Insbesondere die zu Jahresbeginn deutlich verbesserte Wohnungsbauprämie zielt darauf ab, das Bilden von Eigenkapital wieder stärker zu unterstützen. „Es war richtig und wichtig von der Politik, den Sparerinnen und Sparern etwas von den Zinsgewinnen des Staates aus der Nullzinsphase zurückzugeben“, so Münning. Seit diesem Jahr können dank der stark angehobenen Einkommensgrenzen wieder rund 65 % aller Bürger die Prämie bekommen. Zuvor waren es nur 37 %.

Wohn-Riester spart bis zu 50.000 Euro Finanzierungskosten

Auch die staatliche Wohn-Riester-Förderung hat das Potenzial, Menschen den Weg in eine bessere Zukunftsvorsorge mit einer eigenen Immobilie zu ebnen. „Wer im Alter in seinem eigenen Zuhause wohnt, muss keine Miete zahlen und verringert damit erheblich die Gefahr von Altersarmut“, so Jörg Münning. Wohneigentümer haben dadurch im Schnitt rund 600 Euro mehr zur Verfügung. Eine vierköpfige Familie kann mit der riester-geförderten Eigenheimrente laut LBS West bis zu 50.000 Euro Finanzierungskosten sparen. Riester-Bausparverträge kosten dabei nur einen Bruchteil im Vergleich mit Riester-geförderten Renten-Verträgen, wie die LBS West anhand des Alterssicherungsberichts der Bundesregierung bereits 2019 gezeigt hatte.

Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

„Vor allem für Haushalte mit niedrigeren und mittleren Einkommen sowie Familien mit Kindern wird es immer schwieriger, ein bezahlbares Heim zu finden“, betont Jörg Münning. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gehöre deshalb zu den wichtigsten sozialen Themen unserer Zeit. Im Nullzinsumfeld gelingt es jungen Menschen aber immer seltener, den davon galoppierenden Kosten aus steigenden Immonbilienpreisen und ausufernden Erwerbsnebenkosten hinterher zu sparen, so der LBS-Chef. „Eine Senkung der Transaktionskosten, bei der Grundsteuer etwa durch Herabsetzung der Steuersätze oder die Einrichtung von Freibeträgen für Ersterwerber, wäre daher neben der staatlichen Förderung das zweite Standbein für eine nachhaltige Eigentumspolitik“, fordert Jörg Münning.

Pressekontakt:

Thorsten Berg
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