Dr. Lucie Sauerhering ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Virologie der Universität Marburg. Unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Becker forscht sie an der Entwicklung eines Vektor-basierten Impfstoffes gegen Covid-19. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/118095 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Radio Bremen/Jonny Müller-Goldenstedt“

 

 

Bremen (ots) – Der Corona-Virus legt die Welt lahm – die Suche nach einem Impfstoff paralysiert sie. Die Forscher sind im Wettlauf gegen die Zeit und miteinander: Wer hat als erster ein geeignetes Mittel gegen Covid-19 entwickelt? Wird es eines aus bestehenden oder neuen Medikamenten oder wird ein prophylaktischer Impfstoff kommen? Die Radio Bremen-Dokumentation „Impf-Roulette – Die Jagd nach dem Wirkstoff“ trifft Forscher von Pfizer, die Wegbereiter des ersten zugelassenen Impfstoffs, und begleitet Mitarbeitende der Gesundheitsämter am Rande der Erschöpfung, recherchiert im abgelegenen brasilianischen Dschungel, wie es dort mit einer Verfügbarkeit aussieht. Außerdem kommen Impfprobanden in Moskau und Sao Paulo zu Wort und die World Health Organization (WHO) erklärt, wie die Menschen Zugang zum Impfstoff erhalten sollen. Der Film begleitet die Entstehung eines Medikaments – und auch eine junge Frau, die Monate nach ihrer Corona-Erkrankung mit den Spätfolgen kämpft. „Impf-Roulette – Die Jagd nach dem Wirkstoff“ von Alexandra Hardorf und Christiane Schwarz ist ein Wirtschaftskrimi entlang einer globalen Krise. Es geht um Geld, Macht, Verteilungsgerechtigkeit – und um Leben und Tod. Zu sehen ist der Radio Bremen-Film am Montag, 25. Januar 2021, um 23:15 Uhr, im Ersten.

Am 12. August 2020 scheint das spannendste Wettrennen der Supermächte seit der Mondlandung bereits zu Ende zu sein: Der russische Präsident Putin verkündet, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu haben. Eindeutige Beweise für Wirksamkeit und Sicherheit liefert er nicht. Das Roulettespiel geht weiter – mit hohen Einsätzen und der Hoffnung auf noch höheren Gewinn. Milliarden von öffentlichen Geldern sind geflossen. Der Ausverkauf der sehnsüchtig erwarteten Produkte beginnt lange vor der Marktreife. Welches Land, welcher Konzern hat zuerst einen wirksamen Impfstoff gegen die Seuche des Jahres 2020?

Über 200 Impfstoffe werden Stand Dezember 2020 auf der ganzen Welt entwickelt. Bis es soweit ist, ächzt die Weltbevölkerung unter der Viruslast: immer wieder Ausbrüche, steigende Todeszahlen, überlastete Gesundheitsämter und Kliniken, Einschränkungen der Freiheit, Absturz der Wirtschaft in ungeahnter Weise. Im November 2020 dann der Silberstreif am Horizont: BioNTech/Pfizer und Moderna haben vielversprechende Impfstoffe in der Zulassung, andere sind kurz davor. Das schürt die Hoffnung, dass das alte Leben bald wieder kommt. Oder?

Im Dezember 2020 werden die ersten Menschen in Deutschland und in anderen Ländern geimpft. Das ist das Ergebnis einer beispiellosen Entwicklung eines Impfstoffs in zehn Monaten statt in zehn Jahren. Doch wie schon während der gesamten Pandemie stellen sich viele Fragen. Warum kann es so schnell einen Impfstoff geben? Wie sicher kann er sein und wie wirksam? Wer bekommt den Impfstoff, wenn er da ist? Und vor allem wer zuerst? Wird es eine weltweit gerechte Verteilung geben oder ist der reiche Norden dem ärmeren Süden wieder einmal voraus? Macht die Pharmaindustrie den Mega-Deal oder rettet sie die Welt? Und was, wenn es trotz aller Forschung und globaler Bemühungen einfach keinen wirksamen Impfstoff geben wird?

Eine Produktion der DM-Film im Auftrag von Radio Bremen (Redaktion Thomas von Bötticher) für Das Erste 2021.

Buch und Regie: Alexandra Hardorf und Christiane Schwarz

Kamera: Jonny Müller-Goldenstedt

Ton: Julian Krätzig

Schnitt: Mark Mossmann

„Impf-Roulette – Die Jagd nach dem Wirkstoff“ steht für akkreditierte Pressevertreterinnen und -vertreter im Vorführraum des Presseservice Das Erste (https://presse.daserste.de/index~login.html) zur Ansicht bereit.

Fotos sind bei ARD Foto (http://www.ard-foto.de) abrufbar.

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