Christoph Werner, Geschäftsführer der Drogerie-Kette dm / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114686 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

 

 

Karlsruhe (ots) – Interview mit Christoph Werner, Geschäftsführer des Drogerie-Primus dm

DM-Chef Christoph Werner versteht sich als Weltbürger. Dennoch hat der Europäische Drogerie- Champion (11,5 Milliarden Euro Umsatz, 62.606 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) seinen Hauptsitz nicht in einer Metropole zwischen Brüssel und Berlin.

Sondern in Karlsruhe. Warum?

Weil für Werner die vielfältige (Lebens-)Kultur der Stadt inspirierend ist.

1. Sie hätten für Ihren Firmensitz jeden Standort der Welt wählen können. Warum sind Sie in Karlsruhe geblieben und nicht in einer deutschen oder europäischen Metropole?

Christoph Werner: „Seitdem mein Vater 1973 den allerersten dm-Markt hier in Karlsruhe eröffnet hat, fühlen wir uns nicht nur der Stadt, sondern auch den Menschen hier sehr verbunden. Das dm- dialogicum ist ein Ausdruck dieser Verbundenheit. So haben wir uns bewusst entschieden, auch weiterhin in Karlsruhe zu bleiben.“

2. Ist Karlsruhe für Sie ein inspirierender Kulturstandort – oder ehr primär ein prosperierender Wirtschaftsstandort?

Christoph Werner: „Für mich ist Karlsruhe sowohl das eine als auch das andere. Durch Kultur können wir uns regenerieren und auf neue Ideen kommen. Durch den Wirtschaftsstandort können wir für andere Menschen initiativ werden. Im Idealfall verbindet sich daher beides. Dies ist in Karlsruhe der Fall.“

3. Karlsruhe hat das Image einer Provinzstadt. Was halten Sie dem entgegen?

Christoph Werner: „Entscheidend ist, ob man sich in einer Stadt wohlfühlt. Karlsruhe hat alles, was Metropolen auch haben. Und zwar mit dem Vorteil wesentlich kürzerer Wege.“

4. Hat der Standort Karlsruhe den Erfolg von dm mit ermöglicht? Immerhin wurde Ihre Discounter-Idee in Karlsruhe geboren.

Christoph Werner: „Die verkehrstechnische Anbindung von Karlsruhe ist für ein Filialunternehmen von Vorteil. Und die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt hat es uns ermöglicht, immer wieder gute Lösungen für den zunehmenden Platzbedarf, der für die vielen dm- Märkte in Karlsruhe erbrachten Dienstleistungen, zu finden. Durch das Karlsruher Institut für Technologie, KIT, werden Jahr für Jahr exzellente Fachkräfte ausgebildet.“

5. „Carlsruhe scheint zu etwas Großem bestimmt zu sein. Im Vergleich mit Stuttgart kann man einen guten Geschmack im Bauen feststellen.“ Ein Zitat des Wirtschaftstheoretikers Friedrich List. Stimmen Sie dem zu?

Christoph Werner: „Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Bemerkenswert finde ich folgenden Ausspruch, der Heinrich von Kleist zugesprochen wird ‚Ich bin diesmal auch in Karlsruhe gewesen, und es ist schade, dass Du diese Stadt, die wie ein Stern gebaut ist, nicht gesehen hast. Sie ist klar und lichtvoll wie eine Regel, und wenn man hineintritt, so ist es, als ob ein geordneter Verstand uns anspräche‘. Klar und lichtvoll wie eine Regel. Das ist m.E. eine gute Voraussetzung, um von dort ein Unternehmen wie dm zu gestalten, welches auf die Initiative eines jeden Einzelnen setzt.“

6. Der Schriftsteller Ludwig Wechkerlin sagte über Karlsruhe: „Die griesgrämige spießbürgerliche Art des übrigen Schwaben wurde hier durch die Nähe Straßburgs zu einer ungezwungenen, verbindlichen, fast atheniensischen Urbanität, und die Stutzer sind erträglich. Der vortreffliche Äther, der die Stadt umfließt, hat den Geist und die Herzen der Einwohner mitgereinigt.“ Hat er Recht?

Christoph Werner: „Offenbar mochte Herr Wechkerlin die Schwaben nicht besonders. Die Schwaben, die bei dm arbeiten, erlebe ich nicht als griesgrämig, spießbürgerlich sondern als gut gelaunt und weltoffen. Dies allein dem Standort Karlsruhe zuzuschreiben wäre wahrscheinlich etwas gewagt.“

7. Spielt die badische Mentalität eine Rolle für die Qualität des Standortes Karlsruhe?

Christoph Werner: „Sicherlich auch. Karlsruhe setzte bei der Stadtgründung bewusst auf Zuzug von außen, um schnell zu wachsen. Da zählte Toleranz und Weltoffenheit. Nicht von Ungefähr galt Baden daher immer schon als liberal.“

8. Was hat Karlsruhe, was Frankfurt, Hamburg, Berlin nicht haben?

Christoph Werner: „Eine Pyramide.“

9. Verstehen Sie sich als Karlsruher – oder als Weltbürger?

Christoph Werner: „Ich verstehe mich als Weltbürger, der in Karlsruhe zuhause ist.“

Pressekontakt:

Stephan Theysohn
Karlsruhe Tourismus GmbH
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stephan.theysohn@karlsruhe-tourismus.de

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